Was macht die Corona-Krise mit unserem

sozialen Miteinander?

 

Liebe AWO-Freunde,

es ist vorbei. Die warmen Tage sind Vergangenheit. Die gemütlichen Abende auf der Terrasse existieren nur noch in Erinnerung. Die wenigen Feste im Freien haben ihre Saison hinter sich.

Es fällt uns, und sicher auch Ihnen nicht leicht, vom Sommer Abschied zu nehmen.

 

In den letzten Monaten wurden wir von den vielen Eindrücken und den Neuerungen von Corona manchmal völlig überfordert. Zu vieles erforderte unsere Aufmerksamkeit. Vielen Menschen machen die Ereignisse und Einschränkungen derzeit Angst. Gleichzeitig bleiben sie mit ihren Sorgen oft allein. Wir alle haben mit bisher nie gekannten Einschränkungen und Herausforderungen zu leben und auch die Aufgaben, die im Ort und in Charkiw in der Ukraine an die AWO gestellt werden, nehmen ständig zu.  Das über Wochen geltende Kontaktverbot traf unsere Seniorengruppe hart. Der Jahresausflug an die Mecklenburgische Seenplatte und die monatlichen Treffen wurden abgesagt und fielen der Pandemie zum Opfer.  Obgleich die Arbeit weitergeht und auch in dieser Krise unbedingt nötig ist, kann zurzeit noch niemand sagen, was noch alles in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommt.

 

Corona hat so viel durcheinandergebracht, so viel vom bisher Gewohnten geändert und so sehr an unsere Routinen und Ritualen gerüttelt, dass es vielleicht gar nicht so irritierend ist, wenn unser Blick heute bereits in die Zukunft gerichtet ist. Normalerweise würden Sie im zweiten Halbjahr 2020 unsere Einladungen zur Mitgliederversammlung und den damit verbundenen Veranstaltungen für unsere Seniorengruppe erhalten. Doch leider können unsere Gruppentreffen dieses Jahr nicht in gewohnter Weise stattfinden. Dies hat vorrangig räumliche Gründe. Aber auch die Respektierung der Abstandsregeln und nötigen Distanzen würden die notwendige Kommunikation erschweren.

 

Keine Frage, dass zahlreiche Aufgaben und Herausforderungen in den nächsten Jahren zu bewältigen sein werden. Die Lage für unseren Ortsverein ist ernst, aber ich bin sicher:
Wenn wir mit Begeisterung zusammenrücken und jeder sein Möglichstes tut, wird es uns gelingen, diese Krise zu meistern. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und bitte bleiben Sie gesund!

 

Schöne Herbsttage, trotz alledem, wünscht Ihnen 

 

Ihr Fritz Körber

Erster Vorsitzender

Jahreshauptversammlung am 20.02.2020

Arbeiterwohlfahrt Behringersdorf-Schwaig zog positive Bilanz

„Eine soziale Gemeinschaft wie die Arbeiterwohlfahrt ist in ihrer Ausstrahlung von der menschlichen Haltung und Gesinnung der in ihr tätigen Menschen abhängig“ – dies machte der Vorsitzende des Ortsvereins Fritz Körber anlässlich der Jahreshaupt-versammlung deutlich.


In einem ausführlichen Bericht hob er die Leistungen des Ortsvereins in den letzten Jahren hervor. Schwerpunkte waren dabei neben der „Hilfe für Charkiw“ die Seniorenarbeit sowie die alljährliche Weihnachtsaktion für Kranke, Behinderte, Bedürftige und kinderreiche Familien.

 

„Wahre Freundschaft beweist sich durch dauerhafte Hilfe“. Körber berichtete, dass mehrere Dankschreiben und Briefe auch von „offizieller Seite“ aus der Ukraine ihn erreicht hätten. Darin wird die Anerkennung über den Einsatz der AWO ausgedrückt, die seit nunmehr über 28 Jahre die Stadt Charkiw und die dort lebenden Menschen in ihrer täglichen Not unterstützt.

 

In einer ausführlichen Zusammenfassung berichtete Körber über die vielfältigen Aktivitäten des Ortsvereins in der Ukraine. Dank der Hilfsbereitschaft verschiedener Tageszeitungen und eines großen Spendenaufkommens ihrer Leser betreibt die AWO derzeit zwei Armenküchen in Charkiw und konnte in den vergangenen Jahren unbürokratische Hilfe leisten und mehrere Operationen finanzieren. Der Andrang in den Armenküchen wachse ständig. Nach offiziellen Schätzungen leben in der Ukraine zwischen 60 und 80 Prozent der Menschen an der Armutsgrenze. In all diesem Verfall tue es gut, den Menschen jene Solidarität spüren zu lassen, die eigentlich allen Christenmenschen zu eigen sein müsste.

 

Ohne der Unterstützung der Stiftung „Helfende Herzen“ wäre diese Initiative nicht zu finanzieren. Dank gilt aber auch vor allem den Bürgern, den örtlichen Firmen, verschiedenen Organisationen, dem Kreisverband der AWO und den Mitgliedern der Naturfreunde Lauf für die Zusammenarbeit und die geleisteten Geldspenden.

 

Breiten Raum im Rückblick des Vorsitzenden nahmen aber auch die Aktivitäten der Seniorengruppe ein. Körber berichtete in diesem Zusammenhang vom Besuch verschiedener Kulturveranstaltungen. Schwerpunkte des Reiseangebots waren verschiedene Museen sowie die beiden Jahresausflüge nach Hamburg und in die österreichische Hauptstadt Wien. Weiterer Schwerpunkt sozialer Aufgaben war neben der Seniorenarbeit die Weihnachtsaktion für Kranke, Behinderte, Bedürftige und kinderreiche Familien, die seit Jahren von der Familie Methfessel voll finanziert wird.

 

In der Aussprache zu den Berichten bedankte sich der Vorsitzende bei seinem Stellvertreter Georg Heid für die vielfältige Unterstützung und betonte, dass durch seine Arbeit die Seniorenfahrten des Ortsvereins in der Bevölkerung sich großer Beliebtheit erfreuen. Worte des Dankes überbrachte das Vorstandsmitglied des Kreisverbands, Markus Friedl, für die geleistete Arbeit im Ortsverein. Zusätzlich stellte er die Aktivitäten des AWO-Kreisvorstandes vor, wie z.B. den geplanten Bau eines Seniorenheimes in Berg in der Oberpfalz und den weiteren Ausbau der ambulanten Hilfen im Nürnberger Land. Weiter informierte er über die Entwicklung  und den Ausbau des Kindergartenbereichs in verschiedenen Orten im Nürnberger Land.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Marianne Thoma, Ronald Schneider, Werner Simon und Roland Seitz geehrt. Mit der Ehrenurkunde und Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Ludwig Zaschka ausgezeichnet.