"Alter ist, was wir draus machen."

Alter wird heute anders erlebt als früher. Und es stellt sich die Frage: Brauchen ältere Menschen überhaupt Freizeit und Urlaub? Die Antwort geben die Freunde des AWO-Seniorenkreises der AWO-Behringersdorf-Schwaig selbst: Sie besuchen Museen, sie sind auf Kontakte und Geselligkeit aus, diskutieren angeregt und verreisen. Und da sind welche dabei, "die schrecken vor nichts zurück", wie die beiden Vorsitzenden Fritz Körber und Georg Heid respektvoll vermerken. Bildungs- und Aktivurlaub stehen bei unseren Senioren ganz oben. Wir in der AWO möchten alle älteren Mitbürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde ermutigen, aktiv zu werden. Informationen über unsere Aktivitäten und Zusammenkünfte erhalten Sie von Georg Heid, Tel. 9958640 und Fritz Körber, Tel. 5074499. Bitte rufen Sie uns an!

Südtirol sehen und erleben

 Die Senioren der AWO Behringersdorf-Schwaig zog es bei ihrem diesjährigen Jahresausflug wieder einmal nach Vals. Südtirol mit seinem Flair, Charm und seiner einmaligen Landschaft ist immer wieder ein Besuch wert. Auch wenn der Harz und Hamburg lohnende Reiseziele waren, ist das Land zwischen Brenner und Salurn immer ein bevorzugtes Lieblingsreiseziel der AWO Behringersdorf-Schwaig geblieben. Wir mussten uns zwar einen neuen Wirt suchen, aber der Kaser-Hof übertraf alle Erwartungen. Gutes aus Küche und Keller serviert von einem freundlichem Personal lies einen entspannten Pfingstausflug über vier Tage in gemütlicher Runde und mit attraktiven Ausflügen bestens gelingen. Was nicht so richtig mitspielte, war das schlechte Wetter. Aber unser Busfahrer Ludwig wusste auch in solchen Situationen immer einen Ausweg.

 

Die erste Fahrt ging nach Meran und weiter hoch nach Dorf Tirol. Eigentlich wollen wir mit der Seilbahn zu den Muthöfen hochfahren, aber dann zogen dicke Wolken auf und versperrten die bisher gute Sicht. Wir entschlossen uns abzubrechen und fuhren über Bozen und die Südtiroler Weinstrasse zum Kalterer See. Im Seegarten konnten wir leider nicht unter den Sonnenschirmen sitzen. Der Regen zwang uns ins Innere des Lokals. Trotzdem ließen wir uns hausgemachte Knödel, Schlutzkrapfen, Südtiroler Speck oder Lasagne mit einem Glas Wein, Cappuccino oder frische Säfte recht gut schmecken. Der riesige Eisbecher danach durfte auch nicht fehlen.

 

Trotz schlechten Wetter gab es am nächsten Tag eine „Genusstour“ der besonderen Art. Bei Sonnenschein verliessen wir bei Trient die Autobahn und fuhren in die „Brenta“. Die Brenta ist eine ähnlich Gebirgsformation wie die Dolomiten. Unsere Straße schlängelte sich durch Tunnels, über Serpentinen, vorbei an tiefe Felsschluchten, über Hochebenen, entlang an kleinen Seen immer Richtung Riva del Garda, unserem heutigen Ziel am Gardasee. Der am schönsten in die Landschaft eingebettete See war der „Lago di Toblino“. Nach vielen engen Kehren abwärts erreichten wir am späten Mittag Riva del Garda. Mittagessen im Freien, Spaziergang durch die Altstadt und entlang des Hafens waren ein Genuss bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen. Schweren Herzens traten wir am späten Nachmittag die Rückfahrt ins verregnete Vals an. In gemütlicher Runde zusammen sitzend, sprachen die Reisenden am Abend noch viel über die heutige, einmalige Fahrt durch eine grandiose Natur.

 

Leider  gab es am letzten Tag, wie gehabt, kein Finale mehr, da der Lift zum Jochberg noch nicht in Betrieb war. Gegen 10:00Uhr ist die Reisegruppe dann aufgebrochen zur Heimfahrt, die noch einmal unterbrochen wurde zum Mittagessen im Bräustübel in Tegernsee. Die weitere Heimfahrt verlief problemlos.

Zu Besuch auf Deutschlands höchster Baustelle

Eine Tagesreise mit Lust und Laune                       auf die Zugspitze

 

Egal was passiert. Der Rekord steht und ist im Gegensatz zu vielen anderen Rekorden nicht zu toppen. Mit 2962 Metern ist und bleibt die Zugspitze der höchste Berg Deutschlands.

 

Die meisten Teilnehmer der AWO-Reise-gruppe aus Behringersdorf und Schwaig erfüllten sich diesen Herzenswunsch einmal auf der Zugspitze zu stehen – ein herrliches 4-Länder-Panorama, ein erwältigendes Naturerlebnis. Klar und ein bisschen dünner ist hier oben die Luft auf 3000 Meter Höhe, das Wetter extremer und die Sonne kräftiger. Die Auffahrt erfolgte mit der Zahnradbahn durch den Tunnel und mit der Gletscherbahn hinauf zum Münchner Haus. An der Bergstation der Zugspitze angekommen, verwöhnte das Restaurant die Reisegruppe nicht nur kulinarisch – hier isst und trinkt man mit fantastischer Aussicht. Die Erlebniswelt Zugspitze bot aber auch Abenteuer und Wissen. Die auf dem Gipfel vom Deutschen Wetterdienst betriebene Wetterwarte liefert seit 1952 fast lückenlose Wetter-beobachtungen mit Temperatur, Luftdruck, Niederschlag, Strahlung sowie Art und Grad der Bewölkung. Von den Sendeanlagen der Zugspitze aus werden neben Richtfunkverbindungen Radio- und Fernsehprogramme ausgestrahlt.

 

Auf einer begehbaren Glasfläche konnte man dem Abgrund ins Gesicht sehen. Derzeit befindet sich hier außerdem die höchste Baustelle des Landes – und diese bricht einige Rekorde. Die Besucher fragen unserem Fahrgastbegleiter in der Seilbahn ein Loch in den Bauch. Mit großem Aufwand an Personal und Material entsteht hier eine weltweit einzigartige neue Seilbahn. Von den Bauarbeiten zeugen nicht nur zwei Baukräne auf dem Gipfel, sondern auch die Materialseilbahn, die tonnenweise Stahl und andere Baumaterialien hinaufbringt. Die neue Bergstation mit Panoramablick nimmt unübersehbar Form an. Noch wird hauptsächlich an der Berg- und Talstation gewerkelt und es ist gar nicht so leicht, den täglichen Besucheransturm an den Bauarbeiten vorbeizuleiten. Die Rückfahrt erfolgte über die Eibsee-Seilbahn, der dritten Luftseilbahn, die jährlich durchschnittlich 500.000 Menschen auf den Gipfel befördert.

 

Einhellige Meinung aller Teilnehmer: Der höchste Berg Deutschlands bietet nicht nur technische, geschichtliche und kulinarische Highights und viele alpine Herausforderungen. Wer den Zugspitz-gipfel erklimmt, der sollte unbedingt mehr Zeit mitbringen. Der atemberaubende Ausblick auf vier Länder und über 400 Gipfel haben es verdient.